VFR-Sperre mit Folgen | Motorfluggruppe Zürich MFGZ

VFR-Sperre mit Folgen


9. Juli 2019

VFR-Sperre mit Folgen

Aufgrund des Bundesgerichtsurteils vom 4.7.2019 gegen einen Fluglotsen reduzierte die Skyguide ihre Kapazitäten. Betroffen war auch der VFR-Verkehr. Für die MFGZ hatte dies logistische und wirtschaftliche Folgen.

Am Donnerstag, 4. Juli, gab das Bundesgericht die Verurteilung eines Fluglotsen der Skyguide wegen fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs bekannt. Der Mann war im März 2013 an einem Zwischenfall im Luftraum über dem Napfgebiet beteiligt. Mehr zum Fall und zum Urteil gibt es hier.

Stellungnahme des Präsidenten

Kurz nach der Verurteilung eines Skyguide-Fluglotsen hat Skyguide die Kapazitäten im lower airspace um 10%, sowie im upper um 25% reduziert. Zusätztlich wurde der VFR-, Freizeit- und Spezialverkehr „UFN“, also bis auf Weiteres, stark eingeschränkt. Die Auswirkungen waren für die Motorfluggruppe zu spüren. MFGZ-Präsident Nik Ammann hat gleich am Freitag gegenüber dem Tages-Anzeiger erläutert, was die verhängte VFR-Sperre für den Club bedeutet.  Hier geht es zum Artikel.

Die Meldung lautete:

A) LSZH B) 1907041401 C) 1907111300
E) VFR FLT SUSPENSION DUE TO ATC CAPACITY.
CREATED: 04 Jul 2019 14:02:00

Schnell war klar, dass diese Situation nicht rasch enden würde. Am Freitag 5.7. konnte der vierte Navigationsflug Zürich noch verlassen, und die schon vergebenen Slots konnten noch genutzt werden. Doch danach das NOTAM: Outbound Slots wären immer noch zu haben gewesen, aber zurück durfte man nicht mehr.

Druck aus System nehmen

Die Massnahmen waren nicht als Lotsenstreik oder als Trotzreaktion zu verstehen, sondern als „critical incident stress reduction“. Skyguide wollte damit die zum Teil heftigen (und verständlichen) Reaktionen der Flugverkehrsleiter abdämpfen und aus Sicherheitsgründen Druck aus dem System nehmen.

Als Reaktion der MFGZ wurden die vom Navigationsflug zurückkehrenden Flugzeuge am Sonntagnachmittag rund um Zürich verteilt. So konnten sie weiterhin eingesetzt werden, jedoch ab anderen Standorten. Die Piper Archer HB-PIV wurde im Birrfeld abgestellt. Die Cessna HB-CKG flog nach Speck-Fehraltorf. In Lommis konnten die Cessna HB-CHX sowie die DA40 HB-SGD hangariert werden. Für HB-PMT gab es eine Ausnahme. Sie konnte nach Zürich geflogen werden, da sie kurz vor der 100h-Kontrolle stand und nicht mehr hätte eingesetzt werden können ab einem externen Flugplatz.

Die MFGZ dankt für das Verständnis und ist froh, dass die VFR-Sperre seit Mittwoch wieder aufgehoben ist.


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